Brücke des Monats

April 2026


 
 

Erzbahnschwinge

Bochum


 
 
 
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1912 wurde mit dem Bau der Erzbahn zur Versorgung der Hochöfen des Schalker Vereins begonnen. 1929 wurde auch das Eisen- und Stahlwerk Bochumer Verein an dies Bahn angeschlossen.

Mit der Stilllegung der Hochöfen und Stahlwerke in den sechziger Jahren wurde auch der Eisenbahnbetrieb eingestellt und die Trassen verwilderten. Von 2002 bis 2008 wurde die Trasse der Erzbahn zu einem Bahnradweg umgebaut und hierfür einige Brücken erstellt.

 
   
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Eine besondere Brücke führt Radler und Fußgänger am Rande des Bochumer Westparks sicher über andere, darunter liegende Leitungs- und Verkehrsbrücken zur ehemaligen Trasse der Erzbahn. Auf Grund dieser Beziehung wurde ihr 2004 offiziell der Name "Erzbahnschwinge" verliehen.

 
   
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Die Erzbahnschwinge ist eine zweimastige Hängebrücke mit einer S-förmig geschwungenen Fahrbahntafel.

Der in Längsrichtung zweiteilige Brückenträger besteht aus dem Stahltrog mit der Betonfahrbahnplatte und dem darunter liegenden Druckrohr mit aussteifendem Fachwerk.

Da ein gekrümmter Brückenträger nur auf einer Seite gestützt werden muss, genügt bei gekrümmten Hängebrücken ein einzelnes Tragkabel, von dem der Brückenträger mit Hängerseilen in unterschiedlichen Winkeln abgehängt ist.

Das Tragkabel läuft über zwei 32 m hohe spindelförmige Pylone, die ihren Fußpunkt jeweils unterhalb des Brückenträgers haben und zum Kurvenmittelpunkt geneigt sind.

 
   
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Die Erzbahnschwinge im Bochumer Westpark war die erste Hängebrücke weltweit, bei der dieses Bauprinzip auf eine S-förmig geschwungene Brücke angewandt wurde.


 
  Entwurf: Schlaich, Bergmann und Partner
Baujahr: 2003
Länge: 132 m
Stützweiten: 33 - 66 - 33 m
Breite: 3 m
Masthöhe: 32 m