Neckarbrücken Teil 3

Brücken von Plochingen bis Stuttgart

Neckarbrücke Plochingen, 1946-1948

Die Brücke ersetzte die im Krieg gesprengte Brücke.

Sie führt mit einem Halbparabelträger über Straße und Eisenbahn und mit 2 Stahlbogen über den Neckar und das Flutgelände.

Länge 130 m, Weite 48 m, Breite 11,4 m.

Otto-Konz-Steg Plochingen

Der Stahlbalken des Steges ruht auf 5 Pfeilern, von denen sich Rundbögen über die Brückentafel erheben.

Hafenbahnbrücke Plochingen

Die Brücke hat für eine Eisenbahnbrücke eine ungewöhnliche Konstruktion.
Durch die geschwungenen Träger beginnt die Brücke an den Widerlagern als Deckbrücke und wandelt sich zur Trogbrücke über der Hauptöffnung.

Hochbrücke Plochingen

An der Hochbrücke beginnt der schiffbare Neckar.

Die Hochbrücke hat eine Rahmenkonstruktion über den Neckar, an die sich ein hochstraßenartiger Brückenteil über das Eisenbahngelände anschließt.

Neckarbrücke Deizisau - Altbach, 1964-1968

Der Brückenzug zwischen Altbach und Deizisau besteht aus der fünffeldrigen Wehr- und Schleusenbrücke über den Neckar, der gekrümmten fünffeldrigen Inselbrücke und einer einfeldrigen Öffnung über den alten Neckar.

Dieter-Roser-Brücke, Deizisau - Sirnau

Der Brückenzug zwischen Deizisau und Sirnau besteht aus der dreifeldrigen Balkenbrücke über den Neckar und einer einfeldrigen Rahmenbrücke über den Neckarkanal.

Inselsteg Oberesslingen

Die Schrägseilbrücke verbindet das rechte Neckarufer mit der Insel zwischen Altneckar und Neckarkanal.

Sie hat Stahlrahmen als Pylone.

Länge 98 m

Schleusenbrücke Esslingen

Von der Neckarinsel führt eine zweifeldrige Balkenbrücke über die Schleusenanlage.

Konrad-Adenauer-Brücke Esslingen Esslingen

Die Brücke hat einen gevouteten Plattenbalken über die beiden Stromöffnungen mit einem Abzweig zur Insel.
Auf der rechten Seite führt sie hochstraßenartig über den Talbereich.

Länge: 645 m

Vogelsangbrücke Esslingen

Die Vogelsangbrücke hat zwei Balken aus Stahlbeton, die über dem Neckar gevoutet sind. Im Norden führt sie noch über das Flutgelände und Eisenbahnanlagen.

Länge 360 m

Pliensaubrücke Esslingen

Die zwischen 1213 und 1286 erbaute, auch als Äußere Brücke bezeichnete Steinbrücke war mit ihren drei Türmen einst eine der größten Brückenbauwerke Deutschlands. Der mittlerer Turm wurde 1819, der äußerer Turm 1837 abgebrochen.

Nach dem Krieg wurden im Bereich des neu angelegten Neckarkanals drei Steinbogen durch einen 52 m langen Stahlbalken ersetzt. Von der früheren 12-bogigen Brücke sind heute nur noch 5 Bogen erhalten. Der neue Brückenteil weicht von der Längsachse ab und führt nun am verbliebenen Brückenturm vorbei.

Die Pliensaubrücke dient heute nur noch Radfahrern und Fußgängern.

Länge 200 m, Weite 52 m, Breite 11,4 m

St.-Agnesbrücke Esslingen, 1893

Die im Verlauf der Bahnhofstraße erbaute Brücke über den Rossneckar hat einen flach gespannten Stahlbogen.

Alte Agnesbrücke Esslingen, 1745

Nach der Errichtung der neuen St.-Agnesbrücke sollte die alte Steinbrücke abgerissen werden. Glücklicherweise steht die Brücke noch heute.

Sie hat 3 Segmentbogen. Im Scheitel des Mittelbogens hat sie beidseitig kleine Kanzeln mit durchbrochenen Steinbrüstungen. Die Pfeilervorbauten sind auf Oberstrom zugespitzt und auf Unterstrom rechteckig.

Länge 31 m, Weiten 8,5 - 9,0 - 6,4 m, Breite 3 m

Hans-Martin-Schleyer-Brücke Esslingen, 1964

Die Brücke hat einen Hohlkasten aus Spannbeton über 4 Felder sowie ein weiteres Balkenfeld über eine Straße.

Länge 200 m

Neckarsteg Esslingen-Mettingen, 2006

Der neue Steg ist eine Hängebrücke, deren Tragkabel von seitlich stehenden, schräg geneigten Mastpylonen getragen werden.

An die rd. 117 m lange Hauptöffnung schließen sich rd. 57 bzw. 93 m lange Rampen an.

Länge 267 m, Weite 117 m

Hedelfinger Brücke

Die Brücke hat einen einzelligen Hohlkasten aus Spannbeton, der über den beiden Stromöffnungen gevoutet ist. Im Vorlandbereich hat die Brücke zweistegige Plattenbalken.

Länge 263 m, Weite 62,5 m, Breite 14,2 m.

Hedelfinger Schleusenbrücke

Die Brücke aus Stahlbeton führt über eine Kanalstraße, zwei Schleusenfelder und vier Wehrfelder.

Otto-Hirsch-Brücke

Die Brücke hat 2 gevoutete Hohlkästen aus Spannbeton über 3 Felder.

Länge 210 m, Weite 140,2 m, Höhe 9,2 m.

Otto-Konz-Brücken, 1953-1958

Der nach dem Leiter des Neckarausbaus benannte Brückenzug überbrückt den Neckar, ein Hafenbecken sowie Industriegebiet und Eisenbahnflächen.

Die beiden Hauptbrücken sind 130 m und 105 m lange Rahmenbrücken.

Länge 365, Weite 89,1 m, Höhe 6,2 m.

Hafenbahnbrücke, 1967

Die Hafenbahn quert den Neckar auf einer Schrägseilbrücke.

Die trogförmige Brückentafel besteht über der Hauptöffnung aus Stahl, über den übrigen öffnungen aus Spannbeton.

Länge 219, Weite 77 m, Höhe 6,2 m, Breite 6,1 m.

Untertürkheimer Brücke, 1948

Die Brücke ersetzte die im Krieg zerstörte Inselbrücke.

Sie überspannt 2 Schleusen- und 4 Wehrfelder. 1957 wurde sie auf der Wangener Seite im Zuge des Baus des Stuttgarter Hafens und der heutigen Bundesstraße B10 verlängert. 1994 erfolgte eine Verbreiterung der Fahrbahntafel.

Länge 116 m.

Daimlerbrücke

Die frühere Eisenbahnbrücke hat zwei Trapezträger mit einem dazwischenliegenden Deckbalken.

Neckar-und Hochstraßenbrücke der B14, 1990-1993

Die Brücke besteht aus einer Hochstraßenbrücke am Werksgelände von Daimler entlang und aus zwei auseinanderstrebenden Brückenästen über den Neckar hinweg.

Die Brückenäste über dem Neckar sind gevoutet.

Länge 1576 m, Weite 89 m, Höhe 11 m.

Gaisburger Brücke

Die Gaisburger Brücke hat zwei große Bogen über den Neckar und einen kleineren Bogen über die Versuchsstrecke des Daimlerwerkes.

In den Wiederlagern beidseitig des Neckars hat sie Durchlässe für die Radwege.

Berger Steg, 1958

Der Steg entstand aus dem Umbau einer zweifeldrigen Trogbrücke aus dem Jahr 1928.
Damit der Mittelpfeiler zum Ausbau der Schifffahrtsstraße entfernt werden konnte, wurden die Brückenträger an Stahlbogen aufgehängt.

Weite 81 m, Breite 5 m.

König-Karls-Brücke, 1970-1976

Die Brücke ist die breiteste Stuttgarter Brücke über den Neckar. Sie hat sechs Fahrspuren und zwei Straßenbahngleise samt Haltestelle. Sie ersetzte eine alte Bogenbrücke.
Der relativ niedrige, aber sehr breite Hohlkasten aus Stahl ruht auf 3 Reihen von je 4 Säulen mit geringem Durchmesser.

Länge 184 m, Weiten 37,0 - 50,8 - 50,8 - 46,1 m, Breite 45,5-53,5 m.

Eisenbahnbrücke am Rosenstein, 1914

Die viergleisige Brücke überspannt in einer Kurve mit drei großen Bögen aus Stampfbeton eine Schnellstraße, den Neckar und den Schleusenkanal. Daran schließen sich weitere kleinere Bogen an.

Weite 60 m.

Canstatter Steg, 1977

Der Steg über Neckar und Neckarkanal ist die neuntlängste gedeckte Holzbrücke der Welt.

Länge 158 m, Weiten 72 und 64 m, Breite 3,8 m.

Rosensteinbrücke, 1951-1953

Die Brücke ersetzte eine im Krieg zerstörte Stahlbrücke aus dem Jahr 1929. Die zweigelenkige Rahmenbrücke aus Spannbeton hat 4 Fahrspuren und 2 Straßenbahngleise.

Der Überbau besteht aus zwei weit auseinanderliegenden einzelligen Hohlkästen mit einer gemeinsamen Fahrbahntafel, die für die Gehbahnen beidseitig auskragt.

Länge 75 m, Weiten 68,5 m, Breite 24,5 m, Höhe 5,8 m.

Wilehelmsbrücke

Die Wilhelmsbrücke hat einen Stahlrahmen

Mühlsteg

Unterhalb des alten Steges, von dem ein Pfeiler übrig geblieben ist, wurde der neue Mühlsteg errichtet.

Er besteht aus einem gewölbten Betonbalken über 2 kurze Seitenfelder am Ufer und über das weit gespannte Hauptfeld. der .

Voltasteg, 1957

Die einhüftige Schrägseilbrücke hat eine stählerne Brückentafel. Sie quert den Neckar in schrägem Winkel.

König-Wilhelm-Viadukt,1985-1992

Die 1896 erbaute Brücke der Güterumgehungsbahn war die längste Eisenbahnbrücke Württembergs.

Nach 1985 wurde sie durch eine neue Brücke mit 3 Stahlfachwerken und einem Betonbalken über 8 Felder ersetzt.

Länge 661 m, Breite 9,6 m.

Reinhold-Maier-Brücke

Der breite Stahlbalken der 4-spurigen Brücke wird auf jeder Uferseite von nur 2 kleinen Rundsäulen gestützt.

Münstersteg, Stuttgart-Münster

Der Steg hat einen Fachwerkträger über 2 Felder.

Aubrücke, Stuttgart-Mühlhausen

Die Aubrücke führt die Bundesstraße und die Straßenbahn über den Neckar.

Sie hat zwei Hohlkastenbogen aus Spannbeton.

Max-Eyth-Steg, 1989

Der Hängesteg verbindet ein auf der westlichen Neckarhöhe liegendes Wohngebiet mit dem Erholungsgebiet um den Max-Eyth-See.

Die Betonplatte ist mit schrägen und sich kreuzenden Hängern von den Tragkabeln abgehängt, die über zwei Mastpylone laufen. Der Pylon steht auf der rechten Seite zwischen den sich gabelnden Rampen. Auf der linken Seite schwenkt die Gehbahn am Mast vorbei.

Länge 164 m, Weite 114 m, Höhe 6,3 m, Breite 3,1m

Hofener Brücke, Stuttgart-Hofen

Die Brücke führt Straße und Straßenbahn über 2 Schleusenfelder und 3 Wehrfelder.

Länge 180 m

Vier-Burgen-Steg, Stuttgart-Mühlhausen, 2010

Die Fahrbahntafel besteht aus einem 40 cm hohen Stahlhohlkasten und einer bis zu 26,5 cm starken Betonplatte. Sie ist von einem 16 m hohen Stahlbogen abgehängt.

Die Fahrbahn gabelt sich zu den Brückenenden und wird auf der rechten Neckarseite mit zwei gekrümmten Rampen mit jeweils vier Feldern fortgeführt.

Länge 122 m, Weite 79 m, Breite 4,5 m

Neckarbrücke, Stuttgart-Mönchfeld

Die rustikale Brücke hat einen zu den Enden hin geknickten Fachwerkträger.
Dieser liegt auf der linken Seite auf einer hölzernen Holzbock und auf der rechten Seite auf aufgeschichteten Betonscheiben mit einem Querträger auf.


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